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TN-The Spiders of Mirkwood ted Nasmith

"The Spiders of Mirkwood" von Ted Nasmith


Taubûrz

auch bekannt als Düsterwald 


Beschreibung

Einst „der Große Grüne Wald“ genannt, wurde der Taubûrz nach der Übernahme Dol Guldurs durch den Shakhbûrz von der Dunkelheit befallen und trägt nun den Namen „Düsterwald“, oder „Wald der großen Furcht“. Je näher man der alten Festung Dol Guldur kommt, desto dunkler wird der Wald und desto finsterer werden die Geschöpfe, die man dort antrifft. Nur im Norden des Waldes, nahe an Thranduils Hallen, herrscht noch Licht im Wald. Im Grenzgebiet gibt es immer wieder Übergriffe von den letzten Verzweifelten, die Thranduils Namen tragen und sich gegen die Macht des Shakhbûrz zu wehren versuchen.

Lage

Der Düsterwald ist der größte und älteste Wald in Rhovanion. Er erstreckt sich vom grauen Gebirge im Norden bis hinunter zu den braunen Landen, nördlich von Murdur. Im Westen wird der Wald durch den Anduin begrenzt, und im Osten liegen der Lange See und Esgaroth.

Wichtige Orte

- Dol Guldur ist der Mittelpunkt der Macht des Shakhbûrz im Taubûrz.

-Thranduils Hallen sind der einzige Grund, warum der Taubûrz noch nicht ganz in den Händen des Shakhbûrz liegt. Mit seiner verfluchten Hexerei versteckt der Elbenkönig seine Hallen im nördlichen Teil des Waldes, wo seine Namensträger an den Grenzen mit ihren tödlichen Pfeilen jagen.

- Hort der Brut Kankras, die sich im Wald niedergelassen haben. Bis tief ins Herz des Waldes hat sich die Brut eingenistet und tötet alles und jeden, der sich in die Nähe ihres Baus verirrt. Die Ausläufer ihrer Netzte ziehen sich bis an beiden Straßen des Waldes heran um möglichst viel Beute zu machen.

Städte/ Dörfer/ befestigte Posten

- Dol Guldur; mächtige Festung im Süden des Taubûrz.

- Die Hallen Thranduils; im Nord Osten des Waldes in denen die verfluchten Elben hausen.

- Einige Dörfer der Waldmenschen; an den westlichen Ausläufern des Taubûrz.

Straßen

Von den zwei Straßen, die durch den Taubûrz führen, ist eine schon fast vollständig verfallen. Die Alte Waldstraße ist der einzige Weg der durch den Taubûrz führt, der den ahnungslosen Wanderer nicht von einer Gefahr zur nächsten leitet. Doch auch hier sind Angriffe von Spinnen, Uruks oder Elben auf einigen wenigen Teilstücken keine Seltenheit. Dennoch ist der größte Teil sicher. Sie verläuft südlich vom Gebirge des Düsterwaldes. Die Neue Waldstraße liegt südlich vom Waldfluss und ist nicht zu bereisen, da ein Großteil der Strecke versumpft bzw. verfallen ist. Außerdem führt die Straße durch das von Hexerei befallene Land Thranduils. Eine wichtige weitere Straße ist der Pass von Dol Guldur. Er verläuft von Dol Guldur aus nach Süden in die Braunen Landen und ist zugleich der Hauptversorgungsweg der Festung. Auf ihm werden Waren nach Murdur geliefert und ankommende Versorgungsgüter empfangen.

  

Die Rolle für Mordor 

Der erste große Außenposten Murdurs liegt inmitten des Tauburz: die mächtige Festung Dol Guldor. Der Tauburz dient vor allem als Rekrutierungsstätte für die Armeen des Shakhbûrz, um den Außenposten Dol Guldur zu stärken. Nachdem der Wald verdorben wurde ist er die reinste Brutstätte für jederart dunkler Kreaturen in Diensten des Shakhbûrz. Der dichte Wald bietet dem Militär den perfekten Schutz um seine Truppen aus dem nichts zuschlagen zulassen, und diese unerkannt zu verschieben.  

    

Umwelt

Die dunkle und schäbige Atmosphäre im südlichen Düsterwald entwickelte sich, als die heute dominierenden Bäume sich dort ansiedelten. Vorher wuchsen dort federblättrige Robinien und niedrigwüchsige Kastanien in angemessenem Abstand zueinander, sodass das Sonnenlicht durch ihr lichtes Blattwerk bis zum Waldboden dringen konnte. Aus diesem Grund erhielt der Wald einst den Namen der große Grünwald. Als jedoch der Schatten auf diesen Landstrich fiel, fielen zernagende Insekten über die Robinien her, und der tausendjährige Pesthauch schlug die Kastanien darnieder. Lediglich die pelzige Eiche und die Spalt-Buche blieben unversehrt und begannen, sich im dichten und überbevölkerten Dickicht anzusiedeln. Heute stehen die Bäume oft nicht einmal 3 Fuß voneinander entfernt. Da beide Baumarten hochwüchsig sind, mit wenigen Verzweigungen unterhalb ihres schirmartigen Blätterdachs in 39 Fuß Höhe, erreicht kein Sonnenstrahl mehr den Waldboden. Dies macht den Düsterwald zu jenem dunklen, feuchten und feindseligen Ort der er heute ist.


Flora & Fauna

Flora

Die Pelzige Eiche

Abgesehen von dem erdrückenden Effekt den sie auf den Wald hat, ist die pelzige Eiche ein gutartiger und wertvoller Baum. Sie ist verwandt mit der Weißeiche. Ihre runden, lappigen Blätter sind den ganzen Sommer hindurch tiefrot und auf ihrer Unterseite mit einem weichen, etwa eine Fingerkuppe langem Flaum bedeckt. Eine Bettstatt aus diesen Blättern ist komfortabel und warm. Die Früchte (Eicheln) der pelzigen Eiche sind rund, pflaumengroß und an ihrer Kappe mit dem gleichen Flaum versehen wie die Blätter. Die Eicheln reifen im Spätherbst aus und fallen dann meisten alle am selben Tag zu Boden. An diesem Tag drängen sich dann jedes Jahr sowohl Eichhörnchen, als auch die Frauen der Waldleute um die Ernte aufzusammeln. Selbst die Elben aus Lórien senden regelmäßig Trupps über den Fluss um diese Eicheln zu sammeln. Die Früchte sind süß genug um roh gegessen zu werden, wenn man sie allerdings zu Brot oder Knödeln verarbeitet und backt, schmecken sie noch besser. Wenn sie unverzüglich geerntet werden, können hervorragend über unbegrenzte Zeit gelagert werden, ohne dass sie an Nährwert einbüßen. Gelegentlich kann man Höhlen und Baue im Düsterwald finden, die voller Eicheln sind. Solange sie trocken geblieben sind, bieten diese Lagerstätten dem Finder ein Festmahl, das dem einer frischen Ernte in nichts nachsteht.

 

Die Spalt-Buche

Obwohl die Spalt-Buche auf den ersten Blick schön erscheint, wird sie von vielen als Spukbaum gefürchtet. Ihre Rinde schimmert besonders in der Neumondphase in einem unheimlichen weiß. Ihre papierartigen Blätter wachsen so dicht beieinander, dass schon der seichteste Wind einen Sturm von endlosen Zischlauten produziert, die durch die Reibung der Blätter aneinander entstehen. Im Hochsommer fallen die reifen Spalt-Bucheckern zu Boden. Zahlreich und nahrhaft, reifen sie in stacheligen Samenkapseln. Diese Stacheln sind mit einem Kontaktgift versehen, das beim Berühren mit der bloßen Haut Lähmungserscheinungen hervorruft, die das Opfer bewegungsunfähig machen. Es ist der allgegenwärtige Alleebaum der Pfade nach Dol Guldur. Wenn man eine Möglichkeit findet die Dornen der Samenkapsel zu entfernen, kann man den gefälligen Geschmack der Bucheckern genießen. Nur die Beijabar und Radagast ernten diese Bucheckern, indem sie ihre abgerichteten Waschbären aussenden, deren ledrige Pfoten immun gegen das Gift sind. Die Waschbären bringen säckeweise Bucheckern zu ihren Herren, welche sie dann in großen Feuern rösten. Feuer öffnet die stacheligen Samenkapseln und die gerösteten Kerne können dann leicht und ohne Verletzungsgefahr herausgeholt werden. Die Samen sind klein aber nahrhaft. 25 Samen bilden eine komplette Mahlzeit.



Tödliche milchweiße Trompete

Keine im südlichen Düsterwald blühende Pflanze ist so gefährlich, wie die milchweiße Trompete, oder “Datura”. Es ist ein bis zu 11 Fuß hoch wachsender Busch. Während sie an Flussufern nur 9 Fuß hoch wird, erreicht sie im Schatten von Dol Guldur ihre volle Höhe von 11 Fuß. Jeder oberirdische Teil dieses Gewächses sondert einen Übelkeit erregenden Geruch ab, wenn er gequetscht wird. Im Spätsommer erblühen große blasse trompetenförmige Blüten, die bis zu einer Elle lang werden. Nähert man sich während der Bestäubungszeit dieser Pflanze, riskiert man von üblen Gestank überwältigt zu werden, der in dieser Zeit um ein vielfaches konzentrierter ist, da die Blüten ihren Blütenstaub – und damit ihren Geruch – permanent absondern. Der Kontakt mit den Blütenpollen ist bekannt dafür, Übelkeit und Blindheit hervorzurufen, die eine Woche anhalten. In extremen Fällen kann der Kontakt zum Wahnsinn führen. Normannische Assassinen nutzen die Pollen um ein pastöses Derivat herzustellen, um Gefangenen geheime Informationen zu entlocken. Denn das Delirium in das man nach der Einnahme fällt, lässt einen die innersten Gedanken offenbaren. Die Blüten sind nicht das Schlimmste an der tödlichen milchweißen Trompete. Mitte Herbst produziert sie dornige Samenkapseln, die fast so groß wie die Hand eines Hobbits sind. Darin wachsen schwarze und bitter schmeckende Samen, ähnlich in Größe und Aussehen wie Rosinen. Wenn man einen dieser Samen 3 Tage trocknet und dann zu einem Pulver reibt, verleiht er eingenommen Euphorie und blinde Entschlossenheit im Kampf. Mehr als ein Samenkorn verabreicht, tötet einen Hobbit oder Menschen, 3 Samenkörner töten einen Zwerg. Es braucht 10 Samen um einen Uruk zu töten. Elben sind immun gegen das tödliche Datura Gift. Niemand weiß genau wie sich die Milchweiße Trompete im Düsterwald ansiedeln konnte. Sie ist ein botanischer Spätbesiedler. Manche vermuten, dass die Samenkörner während der großen Plage aus dem Süden eingeschleppt wurden.

  

Traubenblättrige Magnolie

Der opulenteste unter den immergrünen Laubbäumen im Düsterwald ist die traubenblättrige Magnolie. Ihre Rinde ist weich und narbig. Sie ist nicht so groß wie die pelzige Eiche und die Spalt-Buche und von schlankerem Wuchs. Sie konkurriert nicht mit den größeren Bäumen um Lebensraum, sondern formt sich ihre eigenen Haine im Wald. Ihre Blätter sind dunkelgrün und ledrig, ähnlich denen der Stechpalme, aber ungefähr fünfmal so groß. Die hängenden Blüten mit blutroten Kronblättern öffnen sich im Sommer. Zum Höhepunkt ihrer Blüte über den ganzen Juli hinweg, sind die Magnolienhaine unzugänglich, da sie so stark von Bienen und anderen Insekten umschwärmt werden. Der Honig der aus dem gesammelten Nektar gewonnen werden kann, ist von dunkelroter Farbe. Dieser Honig ist süß und nahrhaft, und hat bei übermäßigem Verzehr eine berauschende Wirkung.


Rosenbäume

Neben der milchweißen Datura, ist der schöne Rosenbaum einer der zwei bekanntesten Sträucher im Düsterwald. Die berühmten Rosenbäume des südlichen Düsterwalds, auch Düsterwaldrosen genannt, sind in ihrer Wuchsform so dicht und hoch wie Fliederbüsche. Während der Blütezeit tragen sie roséfarbene, burgunderrote und strahlend weiße Blüten, die an nahezu jeder Stelle des Baumes in dichten Büscheln wachsen. So schön die Blüten auch sind, die Dornen der Rosenhecken sind es nicht. Sie durchdringen jede Haut, mit nadelspitzen Dornen. Eine Hecke aus drei Reihen Düsterwaldrosensträuchern ist für jeden Eindringling unüberwindbar, ausgenommen die wilden Ziegen, die sich einfach durch sie hindurchfressen. Wer in der Lage ist den sagenumwobenen Nektar der Rosen zu extrahieren, erhält einen mächtigen Zaubertrank der den Körper von allen schädlichen Giften zu reinigen vermag. Die Rosen wurden vor langer Zeit von den Elben gepflanzt um ihre Grenzen zu markieren. Heute findet man den Strauch im ganzen Düsterwald.


Tödliches Moos

Viele Felsen und Waldhänge des Düsterwalds sind mit einem dicken und verlockend gemütlich scheinenden Moosteppich überzogen. Jeder der dort vorbeikommt, würde freudig gern eine kurze Rast auf diesem kühlen und komfortablen Bett einlegen. Doch Vorsicht: Wenn dieses Moos auf dem Höhepunkt seiner Reife ist und darauf Druck ausgeübt wird (zum Beispiel beim Hinlegen oder Hinsetzen), sondert es ein ätherisches Öl ab, welches überall zwischen einer Nacht und einer Woche Dauer anhaftet und eine Amnesie verursacht. Diese Amnesie kann zwischen 1 und 100 Tage andauern und ist in seltenen Fällen sogar permanent.



Düsterwald Wildblume

Die häufigste Blume die im Düsterwald vorkommt ist die sogenannte “Sarah-streckt-ihren-Kopf” eine entfernte Verwandte der “Jack-in-der-Kanzel” (Dreiblättriger Feuerdorn). Dramatisch in ihrer Blüte, trägt diese fußgroße Pflanze eine lilafarbene Hülse um ihre leuchtend rote Blüte herum. Sie gedeiht selbst an den dunkelsten Orten. Erntet man ihre Wurzel während der Blütezeit verursacht diese ein prickeln und brennen auf der Zunge. Bewahrt man die Wurzel allerdings für den Zyklus eines Mondes nach der Ernte auf, wird sie süß und weich. Dann kann eine einzelne Wurzel dieser Pflanze 3 Personen Nahrung für eine Woche bieten.


Ruhmesflechte

Berichtet man über die Pflanzen des südlichen Düsterwaldes, dann darf man nicht die Flechte auslassen, für die er so berühmt ist: Die Ruhmesflechte (Lichen gloriosa), welche die Elben Loth-nu-fuin nennen. Sie wächst auf Felsen und Stümpfen wie die Unterwasserkorallen. Ihre im wahrsten Sinne des Wortes “leuchtenden” hellorange und grün gefärbten, fingerartigen Büschel, die sich im Mondlicht  wiegen, wurden oft zum erleuchten dunkler Orte genutzt. Die Ruhmesflechte wird immer seltener, seit die einfallenden Männer des Südens ihren feinen Geschmack für sich entdeckt haben. Ihr versteckter Nutzen ist allerdings nicht ihre Essbarkeit. Die Ruhmesflechte schmeckt zwar gut, bietet aber nicht genug Nährwert für eine Mahlzeit. Allerdings enthält sie einen geheimen magischen Bestandteil, welcher jede Klinge schärft. Eine mit Ruhmesflechte geschärfte Klinge schneidet sogar durch Stein und wird niemals stumpf. Für diesen Zweck muss man die Flechte allerdings unmittelbar nach der Ernte benutzen. Man kann die Pflanze nicht pflücken um sie später als Klingenschärfer zu benutzen.


Fauna

Fledermäuse

Die blutsaugenden Fledermäuse gehörten zu den bösen Geschöpfen, die Melkor in den Zeiten der Dunkelheit züchtete. Mächtige Diener Melkors, wie beispielweise Thuringwethil, nahmen gelegentlich die Gestalt von Fledermäusen an. Melkor selbst verwandelte sich nach dem Fall von Tol-in-Gaurhoth in eine riesige Fledermaus und entkam seinen Feinden.

In den Geschichten der Hobbits wird erzählt, wie Scharen von Fledermäusen zusammen mit Orks und Wölfen in der Schlacht der Fünf Heere im Dritten Zeitalter der Sonne gegen Menschen, Elben und Zwerge kämpften.


Fliegen

In Mordor waren diese Insekten besonders vertreten, doch kam es vor, dass einige dieser Tiere sich in den Wald verwirrten und dort einen guten Platz fanden sich zu ernähren. Schwärme von blutsaugenden Fliegen, zu finden in braun, schwarz und grau. Auf dem Rücken tragen sie das rote Auge.


Hummerhorns

Übergroße Insekte, welche vor allem in den Gedichten der Hobbits vorkommen. Es wird erzählt, dass sie so groß sein sollen, dass sie sogar schon mal gegen einen Ritter auf einem Pferd gekämpft haben.

Schauerweihen

Aasfressende Vögel, standen in dem Ruf, mit den dunklen Mächten verbündet zu sein. Sie fressen was die Muhlipps zurückließen .

Bevölkerung

Bevor der Wald verdorben wurde, war er hell und fruchtbar. Doch sobald die Macht des Shakhbûrz den Wald beeinflusste, geriet er einen Schritt näher an sein Verderben. Unzählige Spinnen, Warge und andere dunkle Kreaturen bevölkerten den Wald und die ansässigen Urukstämme vermehrten sich zu hunderten. Vor allem die Hora-hai Stämme sind im Taubûrz ansässig. Aber auch viele Dura-hai aus früheren Feldzügen haben sich im Wald niedergelassen. Mit dem Wiederaufbau von Dol Guldur schlossen sich die meisten Stämme Murdur an - der Rest wurde mit Gewalt dazu gezwungen.      


Geschichte

Bevor das Dur-Hont sich in Dol Guldur niederließ, nannten die Elben den Großen Grünwald Eryn Galen. Durch die Anwesenheit des Dur-Honts und dessen Schergen, die von Dol Guldur aus agieren, verfinsterte sich der Wald jedoch und wurde bald nur noch Düsterwald, Taur-en-Ndaedelos genannt.




Quellentexte

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