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Shatraug

Bedeutung

Wörtlich aus dem Blackspeech würde "Shatraug" als "Schamane" übersetzt. Der Shatraug bewegt sich jedoch mehr in eine Richtung, die man als Priester, Gelehrter oder Hexer bezeichnen würde.

Beschreibung

Auslese

Shatraugu werden in aller Regel durch ihre späteren Lehrmeister oder andere hohe Diener des Auges aufgespürt und berufen, dies bedeutet dass keineswegs jeder freiwillig Shatraug wird. Ausschlaggebend für die Auswahl ist eine innere Verbindung zum Shakhbûrz und seinen Dienern, welche im Laufe der Ausbildung zu einem festen Band geformt wird. Die Ausbildung umfasst einen sehr langen Zeitraum und beansprucht damit die Lebensspanne minderer Rassen über die Maße. Dadurch kommen für gewöhnlich nur Angehörige von Goth-hai-Rassen in Frage. Auch unter diesen ist die Auswahl weiterhin stark eingeschränkt, denn die Lehren des Shakhbûrz überfordern Intellekt und Wille eines durchschnittlichen Uruks bereits in den Anfängen der Ausbildung. Es gibt seit einiger Zeit Gerüchte über Züchtungsversuche einer eigenen Shatraugrasse in der Dushgoi. Der Erfolg dieser Experimente darf allerdings stark angezweifelt werden.

Ausbildung

Die Ausbildung der Shatraugu erfolgt zu großen Teilen in den religiösen Zentren Murdurs. Allen voran die Dushgoi, Lugbûrz und Dol Guldur. Denn an diesen Orten konzentrieren sich naturgemäß die qualifiziertesten Lehrmeister und alle nötigen Ressourcen der Ausbildung. Daneben gibt es jedoch auch die Möglichkeit, innerhalb des Gund Piztor zum Shatraug ausgebildet zu werden. Manche größere Kasernen, wie zum Beispiel. Morannon oder Durthang, unterhalten sogar eigene Shatraug-Maubûr (Ausbildungskompanien für Shatraug). Auch wenn beiden möglichen Ausbildungswegen ein Shatraug entspringt, liegt der Fokus jeweils auf einem anderen Aspekt. Die Ausbildung der religiösen Zentren konzentriert sich mehr auf geistliche Aspekte und Doktrinen, wohingegen der Weg des Heeres die militärischen Details mehr vorantreibt. Dementsprechend herrscht zwischen den Angehörigen dieser beiden "Lager" oft ein recht gespanntes Verhältnis, da beide jeweils ihre Schule für die bessere halten. Des Weiteren gibt es auch einige in Stammesverbänden lebende Shatraug-Lehrmeister, wenngleich Dushatâru hier weitaus verbreiteter sind. 

Insgesamt gestaltet sich die Ausbildung je nach Ort, Zweig und Lehrmeister sehr unterschiedlich. Zusammengefasst lässt sie sich als das kontinuierliche Erlangen, Beherrschen und Ertragen einer äußerst mächtigen Kraft beschreiben, die die angehenden Shatraugu vollständig in Anspruch nimmt und mit der Zeit immer stärker auszehrt. Sie stoßen allmählich zum geheimen, innersten Kern eines Machtgefüges vor, das jedem gewöhnlichen Uruk den Verstand rauben und binnen kürzester Zeit in den Wahnsinn treiben würde. Um den Umgang innerhalb des Gefüges und dem Dûsh selber erlernen zu können, ist es notwendig, ihren Willen bis auf den letzten Widerstand zu brechen und sie gegenüber dieser Macht vollständig gefügig zu machen. Aufgrund dessen ist das Selbstverständnis der meisten Shatraugu von der Überzeugung geprägt, zu einer elitären Kaste handverlesener Auserwählter zu gehören, die als die Werkzeuge des Dur Hont selbst fungieren, indem ein Teil seiner Macht in ihnen und durch sie wirkt und sich offenbart. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Lehre ist umfasst mindestens grundlegende Unterweisungen in die Liturgien und das religiöse Zeremoniell des Auges. Die Funktion des Priesters ist im Alltag noch immer die wichtigste Funktion eines Shatraug. Durch ihre äußerst fundierten Studien der verschiedenen Kulte, ist ihre religiöse Deutungsmacht sehr hoch einzuschätzen.

Zweige

Piz'Shatraug ("bewaffnete Shatraug"): kämpfende Shatraug, die im Dienst des Gund Piztor stehen und damit gleichzeitig einen militärischen Rang innerhalb eines Trupps inne haben. Meist sind diese im Gund Piztor ausgebildet worden. Sie spezialisieren sich die Moral der Truppe in der Schlacht hoch zu halten und den Feind mit hetzenden Schlachtrufen das Fürchten zu lehren. Während der Ausbildung durchlaufen auch die Shatraug die normale Hierarchie des Heeres, allerdings hat ein vollwertiger Piz'Shatraug in der Regel einen gehobenen Rang und erfüllt so immer auch eine führende Rolle.

Dargum'Shatraug ("Boten-Shatraug"): Diplomaten, oft direkte Gesandte des Ang Dur Grat, welche Spezialisten der Beeinflussungsmagie sind.

Ghûlb'Shatraug ("Hilfs-Shatraug"): typische Feldkaplane, die vor allem Heilungsmagie und Unterstützungszauber beherrschen.

Ghashnum'Shatraug ("Wort-Shatraug"): glühende Prediger, welche oft als Missionare durch Murdur ziehen um die Lehren und Doktrinen des Shakhbûrz zu verbreiten. Häufig sind sie geübt im Umgang mit Magie zur Beeinflussung des Geistes.

Shatraug û Shakhbûrz: die Kriegspriester, welche vor religiösem Fanatismus nur so strotzen und in erster Linie dem Shakhbûrz dienen, keinem sonst. Feuer, Hass, Blut, Stahl, Krieg, Schmerz, DER FITGNAU, DAS AUGE sind Schlagwörter für die ein Shatraug û Shakhbûrz steht. Sie marschieren unter Hassreden und Gebeten in die Schlacht und tragen ihre tödlichen Waffen im Namen des Shakhbûrz. Ihre Gegenwart in den vordersten Kampfreihen dient als Inspiration für die Soldaten sowie auch als Angst verbreitendes Mahnmal für jene, die dem Auge nicht folgen oder Zweifel hegen. Im Gegensatz zum Piz'Shatraug, sind Shatraug û Shakhbûrz nicht an das militärische Gefüge gebunden und haben somit in einer Schlacht mehr Freiheiten. So können Sie einerseits kämpfen, andererseits den Feind mit Reden bombardierend einschüchtern.

Diese Zweige beschreiben übergeordnete Spezialisierungen der Shatraugu, selten kann ein Shatraug in exakt einen dieser Zweige eingeordnet werden. Viel eher sind es Mischformen von häufig zweien dieser Kategorien.

Oft vertreten Shatraugu nicht nur den Glauben und die übergeordneten Lehren des Shakhbûrz, sondern ebenfalls die der Nazgûl. Jede Facette beeinflusst den praktizierenden Shatraug nochmal in spezifischer Weise, die je nach Nazgûl variiert.

Anmerkungen

Magie Grundsätzlich sind für Shatraugu fast alle Spielarten dunkler Magie denkbar. Wobei mehr Wert auf parktische und effektive Zauber gelegt wird, als ausgedehnte Rituale. Um diese wirken zu können, ist es nötig, die Energien, die sie durchfließen und die das Auge ihnen verleiht, unter enormen Anstrengungen zu verformen. Die Beherrschung dieser Kunst zu erlernen, ist nur im Rahmen ihres langwierigen und kräftezehrenden Studiums möglich. Das Wirken von Zaubern kann man sich wie eine kurzfristige Besessenheit von einer gigantischen, alles verschlingenden Macht vorstellen, die Körper und Psyche extrem belastet. Ein Zustand der Angeschlagenheit oder Entrückung ist als Folge nicht ungewöhnlich. Andererseits kann sich allerdings auch eine berauschende Wirkung einstellen, die den Shatraug in einen regelrechten Wahn versetzt. Aufgrund dieser vehementen Auswirkungen gehen Shatraugu sehr sparsam mit den ihnen verliehenen Kräften um. Ein Einsatz zur bloßen Machtdemonstration kommt so gut wie nie vor, ja selbst zur eigenen Lebensrettung verschwenden sie die Gunst des Shakhbûrz kaum.

Zudem gibt es noch jene Shatraug, die zusätzlich zu der schwarzen Magie oder gar ausschließlich Gebete an den Shakhbûrz senden, um dessen Macht für sich zu nutzen (vgl. mit Klerikern). Diese Form der "Magie" hat aber den Nachteil, dass es sehr unvorhersehbar ist, ob der Shakhbûrz einem seine Gunst erweist und dementsprechend eine Wirkung eintritt oder nichts passiert. Vorteil ist jedoch, dass der Shatraug nicht auf seine inneren Kräfte zurückgreifen muss. Diese Form wird oft von den Kriegspriestern genutzt.

Was die Umsetzung der Magie angeht, ist darauf zu achten, dass eher theatralisch inszeniert wird, als plumpe Zaubersprüche aufzusagen. Durch Gesten, Geflüster und Ähnliches, kann dem Gegenüber (dem Ziel der Magie) womöglich ganz ohne irgendeine Art Telling die Auswirkung des Zaubers erklärt werden.

Damit trägt der Magie wirkende Shatraug zur Erhaltung und Vertiefung der Atmosphäre bei, kann unter Umständen die Aufmerksamkeit auf das Geschehen lenken und vermeidet die klassischen Magieinduzierten OT-Lücken.

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