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Nûrn

Beschreibung

Nurn

Lage

Bei diesem Areal handelt es sich um den südlichsten und räumlich größten Bezirk Murdurs. Seine natürlichen, schutzbietenden Grenzen bilden die Ephel Dúath (Mountains of Shadow) im Westen und Süden, wo sie in die Boshok Dalug-hai/Ered Glamoth übergehen. Im Norden teilen die Gund Tharbûrz/Maegond Spur und die Turrgroth/Mithram Spur Nûrn von der Ebene von Gorgoroth ab, die so offiziell nur über eine breite Lücke in den Gebirgsketten, dem Pass von Nurza-Shûk auf der Nûrnstraße erreicht werden kann. Die Grenzen im Osten zerfließen von denen mit Lithlad, Rhûn und Khand.

Im Gegensatz zum restlichen Murdur, vor allem zum staubigen Gorgoroth ist Nûrn ein wenig reicher an fruchtbarer Erde und feucht genug um das Nurnenmeer zu speisen und zu erhalten. Grund dafür ist zum einen ein Flusssystem, dass den umliegenden Gebirgen entspringt und zum andern die Asche des Schicksalsberges, die den so bewässerten und aufnahmefähigeren Boden mit den zusätzlichen, nötigen Nährstoffen versorgt. So entstanden früh dünn bewachsene Graslandschaften, die vor allem oberhalb des Meeres urbar gemacht wurden. Dies ermöglichte den Aufbau einer für den Maßstab Murdurs erträglichen, wenn auch kargen, trockenen Landwirtschaft. Gemeinhin findet man für Nûrn deswegen auch die Bezeichnung „Kornkammer Murdurs“, da hier (fast) die komplette Nahrung für die Armeen Saurons produziert wird. Von Norden nach Süden fällt das Land recht schnell in weite, flache Ebenen ab.

wichtige Orte

Nûrn-Râkh (a.k.a. Gap of Nûrn, (Gap of) Nurza-Shûk), fem.

"gap" (engl.) - Spalt, Lücke, Kluft

Dies ist die einzige Verbindungsnaht zwischen Nûrn und der Ebene von Gorgoroth, durch die die Nûrnstraße hindurch führt. Flankiert wird Den Nûrn von zwei Wachtürmen – Bak-Mor/Morigost am Ende der Gund Tharbûrz/Maegond Spur im Westen, sowie Nargroth an der Turrgroth/Mithram Spur im Osten. Sie bildet einen, wenn nicht sogar den Hauptverkehrspunkt Murdurs, da sich hier die Karawanen mit den für die Armee bestimmten Versorgungsgütern oder Tributzahlungen ballen, während von der anderen Seite meist lange Kolonnen frischer Sklaven herangeführt werden. Zur Sicherung von Den Nûrn wurde eine hohe Zahl von Soldaten in den Türmen, wie auch am Pass selbst abgestellt. Daher ist anzunehmen, dass sich hier neben den Sklavenfeldern und den Stationierungspunkten der Armee, das meiste Leben aufhält.

Allerdings ist dieser Punkt nicht nur als Passage für diesen Zweig der Wirtschaft von Interesse, denn genauso wird er dazu genutzt militärische Truppen, die mit einem Auftrag im Süden oder Osten versehen sind hindurchzuschleusen, anstatt sie über einen langen Umweg entlang der Mithram Spur zu lotsen. Auf der anderen Seite durchlaufen Den Nûrn auch menschliche Anhänger des Auges, wie zum Beispiel aus Harad oder Khand, die zur Armee beordert wurden.

 Nûrnenmeer/Dead Sea of Nûrnen

Bei diesem handelt es sich, nach dem Sea of Rhûn um den größten See in Mittelerde. Es ist anzunehmen, dass es sich bei beiden um die Überreste des vorzeitlichen Sea of Helcar handelt. Der See selbst enthält nur bitteres, untrinkbares, teilweise salziges Wasser. Umrahmt wird er meist von steinigen Stränden, den Sogenannten Fâl-Kraibag/Traurigen Ufern/Sad Shores, an welchen sich die Sklavenfelder anschließen. Ausgenommen hiervon ist die Westküste zwischen Thaurband und dem Culdiun, die von gebirgigen Felsenriffen umsäumt ist. Aus dem See selbst werden nur Mineralien und Salze gewonnen. Zur schnelleren Verschickung von waren, bildete sich hier ein Netz der Binnenschifffahrt, welche von drei Festungen entlang der Küste überwacht wird und dort ihren zentralen Sammelpunkt findet.

Gund Tharbûrz/Maegond Vale/Maegondtal

aus "maeg" (scharf, stechend) und "gond" (Fels, Stein) = scharfer Fels


Gespeist wird dieser nördlichste Landstrich Nûrns, der sich direkt an die Maegond Spur anschließt, durch das Wasser des Gurthrant, wodurch sich eine klare Abgrenzung zwischen dem felsigen Norden und dem tiefen Süden in Bezug auf die Bebauung erkennen lässt. Die Besonderheit des Tales ist das Vorkommen bzw. die Stationierung vieler Haradrim aus dem angrenzenden Near Harad, sowie den Mumakil, die hier auf ihren Einsatz im Krieg warten.


Takhbork-Gropor/Nan Ungol/Valley of Spiders/Tal der Spinnen

aus "nan" (Tal) und "ungol" (Spinne) = Tal der Spinnen

Über diesen Teil Nûrns ist recht wenig bekannt, und das wenige was man mit vager Sicherheit behaupten kann, ist meist schon von abergläubischen Mysterien durchdrungen. Viele sind der Ansicht, dass sich dort eine Spinnenbrut im dritten Zeitalter, die noch von Shelob selbst abstammt, niedergelassen hat und diejenigen, die sich dorthin wagen, nie wieder zurückkehren lässt.

Ergänzung zu Nan Ungol von Dargrish:

'Am Oberlauf des Gurthrant erhebt sich seit vielen Jahrhunderten ein verfallenes, aus dem schwarzen Stein des Schattengebirges erbautes Trutzkastell, das Honum Takhbork (="Spinnenwacht") genannt wird. Von dort aus sollen die Spinnen des Takhbork-Gropor (="Spinnental", Sindarin: "Nan Ungol") unter Kontrolle gehalten werden. Es heißt, dass es die Nachkommen Ungoliants, der mächtigen Urmutter der Riesenspinnen, selbst sind, die über die Jahrtausende in den Bergen und im Tal überdauerten und diese Gegend beherrschen. Nur selten gelang es dem Shakhbûrz, diese eigenmächtigen Geschöpfe in seine finsteren Pläne einzuspannen, oft dagegen kam es mit ihnen zu erbitterten Auseinandersetzungen. Eine Pizshalk (="Waffengruppe"/"Regiment"/500) in der Feste unter strengen Auflagen gezüchteter Mazauk-hai sorgt dafür, dass die Achtbeinigen das Tal nicht verlassen und zur Gefahr für Murdur und seine Kornkammer Nurn werden. Um den flinken, wuchtigen Spinnen Einhalt gebieten zu können, ist der Großteil dieser Uruk mit Spießen und anderen Langwaffen ausgestattet. Wegen ihrer Funktion sind sie als Gundul Turu-Fra (="Wächter der Vielbeinigen") bekannt.'

Râkh-Dâgalûr/Daemonpass

Ein geheimer Weg, welcher durch die Mithram Spur führt und einzig und allein von Saurons Spionen, u.a. auch Morgul-Schleichern genutzt wird, die so unbemerkt in die Ebenen von Nûrn gelangen. Von dort aus bewegen sie sich weiter nach Osten und Süden um seine Feinde, wie auch gleichsam seine Truppen zu überwachen.


Sklavenfelder

Von Menschen oder/und Uruklata bewirtschaftet, wächst hier vor allem das Nahrungsmittel der Streitmächte überhaupt: Getreide. Die Felder liegen großteils um das Nûrnenmeer herum und erstrecken sich über viele Meilen bis fast an die umliegenden Gebirgszüge. Auf ihnen selbst überwachen zudem noch eine Unmenge an Ork-Aufsehern das Geschehen. Um Aufstände durch die Shara und die Uruklata direkt im Keim zu ersticken, sind sie angehalten bei allem Widerspruch möglichst mit schweren Strafen durchzugreifen oder falls es sich um leicht ersetzbares Material handelt, dieses auszusondern.

Wirklich befästige Anlagen gibt es so gesehen nicht, die einzelnen Knotenpunkte bilden die Lager- und Aufsichtstürme, sowie die endlosen Barackenreihen an den Rändern einzelner Verwaltungsbereiche.

Im Gegensatz zu den Sklaven in Gorgoroth bzw. im Norden Murdurs, ist die Lebensspanne bedingt durch Klima und Versorgung allerdings höher.

Städte/ Dörfer/ befestigte Posten

Lug Ghûrzun/The Eastern Guard

Die östliche Festung Murdurs war einst für kurze Zeit der Sitz von Khamul dem Ostling. Sie dient vor allem als Wachposten in Richtung Khand bzw. entlang der Khandstraße.


Karn/Caran

Ein Außenposten an den Ufern des Meeres. Hierher wurden zunächst alle Sklaven gebracht bevor sie schließlich in die Felder eingeteilt wurden. Wie zwei weitere Posten, besitzt Caran einige wenige Hafendocks, die eine schnellere Verschiffung von Waren nach Norden (Nûrngost) oder Westen (Thaurband) ermöglichen.


Nûrngost/Urlutsu Nûrn

Diese Festung befindet sich ebenfalls an den Ufern, besitzt jedoch direkten Anschluss an die Nûrnstraße. Als größte der drei Festungen am Meer mit dem kürzesten Weg in den Norden werden hier die meisten Güter vor dem Abtransport an den Kais gehortet, bevor sie auf dem Landweg weitertransportiert werden.


Festung von Nûrngost

Glûrug Ugûrz/Thaurband

aus "thaur" (abscheulich, schlecht) und "band" (Gefängnis, Zwang) = schreckliches Gefängnis

Wie Caran und Nûrngost eine Festung, diesmal im Westen.

Wirtschaft

Neben der Agrarwirtschaft ist anzunehmen, dass auf manchen, kleineren Grasebenen auch Viehzucht betrieben wird, wobei das Hauptnahrungsmittel der Armee wohl immer noch das Korn sein dürfte. Fleisch wird für den Eigenbedarf nach Möglichkeit entweder erjagt, von Aas aufgenommen oder in seltenen Fällem in geringen Rationen ausgegeben. Eine zweite Möglichkeit wären Viehtriebe von Nûrn nach Gorgoroth. Des Weiteren ist anzunehmen, dass aufgrund der Größe von Saurons Armee täglich mehrere Dutzend Kolonnen an Nahrung auf den Straßen unterwegs sind, selbstverständlich mit entsprechender militärischer Begleitung. Auch denkbar wäre eine Unterstützung des Trinkwassertransports von den Flüssen ausgehend um das natürliche Wasservorkommen im Norden nicht zu überlasten.

Das System der Fahrtwege gliedert sich in Karawanen auf den Hauptstraßen und Schifffahrt auf den Flüssen und dem Nûrnenmeer.

Die befahrenste und wichtigste davon ist die Nûrnstraße, die sich von Nûrngost bis nach Barad-dûr erstreckt. Daneben wird diese von der Thaurstraße aus dem Westen und der Daemonstraße aus dem Osten gekreuzt. Die Thaurstraße ist die einzige Verbindung zu den Felsenklippen der Westküste, während die Daemonstraße aufgrund ihres rauen Geländes nur für einzelne Boten passierbar ist. Daneben existiert die Caranstraße, die weiter nördlich durch die Mithram Spur bricht und somit als zweitwichtigster Weg nach dem Norden bezeichnet werden kann. Da allerdings anzunehmen ist, dass diese Route länger zu beschreiten dauert, als die Nûrnstraße, kann man davon ausgehen, dass einiges an zu verschickendem Gut zuerst über Caran auf dem Seeweg nach Nûrngost gelangt ist und von dort aus erst auf dem Landweg ausgesandt wurde. Im äußersten südöstlichsten Winkel verläuft die Khandstraße, eine der wenigen Strecken in den ferneren Süden. Die vier Flüsse Nûrns sind:I Der Hulkâm Matûrz/Gurthrant, der „Dunkle“, dessen Ursprung in Nan Ungol liegt.II Der Huldum/Culduin, der meist ausgetrocknet ist und nur bei Regen in den Ered Glamoth sich zu einem mächtigen Strom entwickelt.III Der Hîsht Hulug/Sirilith, der dazu genutzt wurde Güter bis in die nördlichen Gebirge zu bringen.

IV Der Hul-Karn/Caranduin, der dazu diente die Festung Grishbak/Seregost und die umliegenden Orklager zu versorgen.

Wahrscheinlich werden die Schiffe meist von Saurontreuen Menschen aus Harad gesteuert.

Die Rolle für Mordor

Umwelt

Bevölkerung

Neben einer Vielzahl von Orks, die entweder den Betrieb überwachen oder selbst als Arbeiter auf den Feldern stehen, findet sich hier wohl die höchste Anzahl an Menschen, selbstverständlich Sklaven.

Vor dem Aufstieg Saurons war Nûrn einerseits von Westron sprechenden Freien bewohnt, die später von ihm versklavt wurden. Daneben gab es Stämme von Nûriags, Variags und Nûrniags aus den östlichen Steppen Nûrads. Auch Haradrim und andere dem Auge dienenden Völker sind anzutreffen - selbstverständlich (in der Regel) nicht um als einfache Arbeiter ihren Dienst zu fristen.

Die Sklavenpopulation wird durch einen immerwährenden Zuwachs selbiger aus Kriegszügen in den Nachbarländern konstant, evtl. auch mit leicht steigender Tendenz aufrecht erhalten. Gerüchte besagen auch, dass der Anteil an Halborks in diesem Gebiet um einiges höher liegt als anders wo – allerdings sprechen die fehlenden Brutstätten und die aus menschlicher Sicht katastrophalen Umstände einer anfänglichen Geburtenrate gegen diese Meinung, zumal Säuglinge oder Schwangere nicht unbedingt für ihre Leistungsfähigkeit bekannt sind und deswegen wohl keinen Nutzen an einer Aufzucht bestünde.

Für Uruks finden sich keine größeren Zuchtstätten, zumindest im Kerngebiet.

An Orks selbst ist hier fast alles vertreten. Auf den Feldern finden sich alle Uruklatarassen, vor allem Nâz-, Ushâr- und Snaga-hai, sowie den ein oder andern mit edlerem Blut, allerdings nicht zwanghaft Goth-hai, die für deren Bewachung zuständig sind. Höhere Rassen sind eher seltener. Vom Militär ist außerhalb der Festungen wenig zu sehen, denn die Ressourcennutzung erlaubt keine größere Aufstellung von Truppen innerhalb des Agrarviertels.

Es gibt neben diesen Massen in Nûrn selbst nur noch vereinzelte, sesshafte Orkstämme. Ein kleiner Teil davon siedelt in den Steppen oder bewegt sich nomadisch durch ein festgelegtes Gebiet (vgl. Hoital-Hai); wenige ziehen dauerhaft die rauen Klippen an der Westküste vor (vgl. Kol-Dushtal), welche die dort Lebenden aus ökonomischen Gründen wohl auch zwingt lose Keime in der benachbarten Steppe abzustellen. Bekannt sind diese so gut wie gar nicht, allerdings bringen sie Tribute oder Zahlungen nach Thaurband oder Caran, weswegen sie einigermaßen geduldet werden. Auffällig sind die archaischen Strukturen innerhalb der Stämme, sowie ein gewisses Maß an Eigenkultur.

Geschichte

Quellentexte

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