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Mumakil

Mûmakil aus Harad

Harad

Harad

Harad



Beschreibung

Harad (Sindarin für "Süden") war der Name für ein riesiges Land, das auch als eigener Kontinent hätte angesehen werden können. Es entstand zu Beginn des Ersten Zeitalters, als die Valar Utumno belagerten und schließlich zerstörten. Weiter im Süden entstand durch die Zerstörung der Länder der große Golf, viel später Bucht von Belfalas genannt. Südlich davon lag nun eine gewaltige Halbinsel, die in etwa die Hälfte der Größe Mittelerdes einnahm: Harad. Das Graue Gebirge, welches es bereits seit Anbeginn der Welt im Südwesten gab, blieb in Harad bestehen, wogegen das Gelbe Gebirge im Südosten im Meer versank.


Lage

Nah- und Weit-Harad liegen im kompletten Süden Mittelerdes


Straßen

Harad-Straße

Nahharad

Nah-Harad

Es gibt eine lange Straße, die Harad-Straße, die von Ithilien bis in den tiefsten Süden hinunterführt.


Die Rolle für Mordor

Harad stellt wichtige Handelsposten dar, sowie menschlichen Nachschub für den Krieg.


Umwelt

Harad unterschied sich landschaftlich deutlich vom nördlichen Mittelerde. Es gab tiefe Urwälder sowie trockene Steppen und auch Wüsten. Das Landesinnere mit seinen zahlreichen Bergen und Flüssen war zum Teil sehr unzugänglich, sodass die Bildung eines großes Volkes zugunsten zahlreicher kleiner behindert wurde. Die Tierwelt unterschied sich gänzlich der im Norden. Es gab Affen und Großkatzen, am bekanntesten jedoch waren die monströsen Mumakil oder Olifanten, große Verwandte unserer heutigen Elefanten.  


Die politische und geographische Einteilung Harads

Das Land Harad kommt in der Einteilung seiner Herrschaftsgebiete eher einem Flickenteppich denn einem geeinten Land gleich. Das liegt daran, dass es zum einen die stätischen Fürsten gibt, die in ihren von Wällen umgebenen Siedlungen und Festungen mit harter Hand über ihr Volk herrschen und zum anderen die Stammesfürsten der nomadisch lebenden Clans, welche in der Ödnis Harads ihre Herden von einer Oase bzw. Wasserloch zum Nächten treiben.


Die städtische Bevölkerung

Überall in Harad, vornehmlich allerdings in der Küstenregion, sind mehrere große und kleinere Städte entstanden, die sich mit wehrhaften Mauern umgeben haben und nicht selten einen direkten oder zumindest in der Nähe gelegenen Hafen besitzen. Im näheren Umfeld befinden sich kleinere Siedlungen und Gehöfte; die dort lebenden Bauern und Familien sind allerdings den Städten hörig und müssen für Schutz Tribute zahlen. Regiert werden die Städte entweder von einem weltlichen oder geistlichen Fürsten, welcher die Geschicke der Stadt und dessen innere wie äußerliche politische Ausrichtung autoritär leitet. Der Einfluss eines solchen Herrschers reicht dabei allerdings nicht viel weiter als über die Region hinaus, in der die ihm tributpflichtigen Siedlungen und Bauernhöfe liegen. Sobald das wenige fruchtbare Land endet, auf welchem die dünn gesiedelten Dörfer gebaut sind und die unbarmherzige Wüste wieder die Landschaft dominiert, verblasst die Einflussnahme des Fürsten und die Wildnis ist wieder der Herrscher.


Die weltlichen Fürsten

Wie jedem weltlichen Herrscher unterstehen dem Fürsten einer Stadt seine Untertanen sowie die Menschen, welche in direktem Umfeld einer solchen Stadt leben. Er hat das Privileg, Steuern und Tribute in diesen Regionen einzutreiben und das Bürgerrecht zu gewähren. Darüber hinaus sind ihm alle Untertanen zur Gefolgschaft verpflichtet, was bedeutet, dass der Fürst nach eigenen Ermessen Truppen ausheben darf. Größere Truppenaushebungen finden allerdings nur in Kriegszeiten statt, da zwar jeder Haradrim für seine eigene Ausrüstung aufkommen muss, der Sold aber von dem Fürst gezahlt wird, welchem er dient. In Friedenszeiten unterhalten daher die meisten Städte nur eine kleine provinzielle Verteidigungseinheit zum Schutz vor Plünderern, Piraten oder den Nomaden (s. 1.6.2.2.). Das öffentliche Leben in einer weltlich regierten Stadt spielt sich zumeist auf dem zentralen Markt oder in den Badehäusern der Stadt ab, da es gerade in den gehobenen Kreisen des Stadtadels darum geht, dass man in der Öffentlichkeit gesehen wird und dort mit potentiellen Geschäftspartnern im Kontakt bleibt. Das gemeine Volk vergnügt sich eher in den Kampfgruben oder in einem der Theater der Stadt, wenn es nach einem harten Arbeitstag in einem der vielen handwerklichen Betriebe eine Zerstreuung sucht. Ansonsten wird das Stadtbild von den vielen weiß getünchten Flachdachhäusern dominiert, die meist in Kreisen um den Marktplatz angelegt worden sind und, je dichter man dem Zentrum kommt, immer größer und aufwändiger geschmückt werden. Die relativ kleinen Tempel in diesen Städten spielen keine allzu große Rolle. Die Bevölkerung besucht zwar die wöchentlichen Messen und zahlt, wie jeder gläubige Harad, seinen Tribut an den Tempel, aber grade der Adel sieht in den stark reglementierenden Ansichten der Tempel und besonders der geistlichen Führung in der Person des Chdâ-Dur-Grat, eine Einmischung in die Geschäfte der Stadt.


Die geistlichen Fürsten

Die Stadt unter der Regentschaft eines geistlichen Fürsten, ebenfalls ein Chdâ-Dur-Grat, nur eben auch mit politischen Angelegenheiten betraut, unterscheidet sich im Ablauf der Geschäfte erst einmal nicht so viel von der unter der Herrschaft eines weltlichen Herrschers. Im Umland der Stadt gibt es kleinere Siedlungen und Gehöfte, die der Stadt zugeschrieben werden und dieser tributpflichtig sind. Der Fürst der Stadt hat ebenfalls das Privileg, Steuern und Tribute einzuziehen und das Bürgerrecht zu verleihen. Ebenso kann er Truppen ausheben und in den Krieg befehlen. Anders als in einer weltlichen Stadt werden die permanenten Verteidigungsstreitkräfte von der Tempelwache gestellt, fanatische Anhänger des Glaubens, welche den zentralen, alles dominierenden Tempel in der Stadt schützen und nur in seltenen Fällen in größeren Konflikten aktiv werden. Das öffentliche Leben in der Stadt spielt sich fast ausschließlich in dem riesigen, zentralen Tempel der Stadt ab, der sowohl den Sitz des Chdâ-Dur-Grat beherbergt, als auch den kompletten Lebensrhythmus der Bevölkerung beherrscht. Die Bevölkerung ist dazu verpflichtet, an drei Gebetszeiten am Tag die Arbeit ruhen zu lassen und sich im Tempel einzufinden, um gemeinsam zu beten. Um die Teilnahme sicherzustellen, patrouillieren zu diesen Zeiten die so genannten Sittenwächter durch die Stadt und stellen, wenn eine Person erwischt wurde, diese öffentlich an den Pranger und verhängen Strafen von Bußgeldern bis hin zum Ausstoß aus der Gemeinde, entweder als Obdachloser oder in einer der Straflegionen des Landes. Der Adel einer solchen Stadt, so es ihn denn überhaupt noch gibt und er nicht schon vertrieben wurde, hat sich wohl oder übel mit dem Tempel arrangiert, wobei es auch immer mal wieder zu Ausschreitungen kommt, die ein verärgerter Adliger angezettelt hat, um seine Stellung in der Stadt zu verbessern und die unliebsamen, sturen Priester aus der Stadt zu vertreiben.


Äußere und innere Feinde

Dass ein Zusammenleben sowohl innerhalb einer Stadt als auch mit nachbarschaftlich gelegenen Städten durchaus Konfliktpotential bietet, liegt auf der Hand. Die Aufgabe einer Stadtwache übernehmen in weltlichen Städten die permanenten Milizen, während in den Tempelstädten sowohl die Sittenwächter sowie die Tempelwächter für Ruhe und Ordnung sorgen.

Es kann aber auch des Öfteren passieren, dass Städte wegen eines Handelsstreits oder der Streitigkeit um die Zugehörigkeit eine Siedlung oder eines Dorfes zu der einen bzw. der anderen Stadt in den Krieg gegeneinander ziehen. Wenn das der Fall ist, werden von den Fürsten die Bürger der Städte zu den Waffen gerufen, um im Namen ihrer Stadt zu kämpfen.

Genauso kann es passieren, dass entlegene Siedlungen von Plünderern oder den nomadischen Stämmen angegriffen werden. In diesem Fall werden ebenfalls die Truppen der Schutzstadt ausgesandt, um die Siedlung zu verteidigen, da diese im Normalfall keine eigenen Truppen ausheben dürfen. Dem liegt der präventive Charakter zu Grunde, dass sich eine Region nicht ohne Weiteres von seiner Schutzstadt lossagen kann, weil sie kein funktionierendes Militär vor Ort hat. In Ausnahmefällen, wenn z.B. Regionen für besonders bedroht gelten, kommt es durchaus vor, dass die Schutzstadt ein Regiment dort stationiert, wobei die Soldaten immer noch nur dem Fürsten und nicht etwa dem Dorfältesten o.ä. unterstehen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Einwohner von Siedlungen außerhalb der Mutterstadt gänzlich vom Militärdienst ausgespart werden. Wenn eine Stadt in einen größeren bewaffneten Konflikt gerät, werden auch die jungen Männer (und manchmal auch Frauen) des Umlands zu den Waffen gerufen.

In den Fällen, wenn eine feindliche Streitmacht, bspw. aus Gondor, in Harad einfällt, greift der Bündnisfall der Städte. Zunächst einmal werden die Streitkräfte der unmittelbar bedrohten Fürsten versammelt, um dem Feind entgegenzutreten. Je nach Größe der Invasionsstreitmacht werden gleich zu Beginn des Krieges mehr oder weniger Städte zu den Waffen gerufen. Sollten die aufgebotenen Truppen nicht ausgereicht haben, werden Hilfegesuche an weitere Städte entsandt, um Truppen in das Kampfgebiet zu verlegen. In diesem Fall ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass Städte, die sich zuvor noch in einer kriegerischen Auseinandersetzung miteinander befanden, eine einstweilige Waffenruhe einhalten, bis die gemeinsame Bedrohung abgewendet ist. In jedem Fall wird ein Haradrim einem anderen Haradrim zur Seite stehen, um einen gemeinsamen Feind zu bekämpfen, auch wenn es ihm nicht zu einem persönlichen Vorteil gereicht.


Die Stammesfürsten

Da es sehr schwierig ist, überhaupt Informationen aus den unwirtlichen Regionen Harads zu erhalten, ist es nicht einfach, eine allgemein gültige Aussage über die nomadisch lebenden Haradrim zu tätigen. Fest steht, dass sie in Stämmen bzw. Clans von Oase zu Oase durch die Wüste ziehen und dabei von riesigen Herden von Schafen, Ziegen o.ä. begleitet werden. Außerdem sind sie, wie alle Haradrim. grimmige Krieger, die aber die Städter dafür verachten, dass sie sich hinter ihren Mauern aus Stein verstecken und dem alten Weg des Lebens abgeschworen haben. Außerdem sind die Nomaden durch ihre Lebensweise zu herausragenden Reitern geworden. Eine Besonderheit innerhalb des nomadischen Volkes bilden Erzählungen, dass sich manche Stämme nieder ließen und dann unter den Einfluss einer Stadt gerieten, aus dem sie sich auch trotz Erhebung nicht mehr befreien konnten und nun dieser Stadt tributpflichtig sind.


Das Leben in den Stämmen

Die Strukturen innerhalb einer Gemeinschaft können stark variieren. Manche Stämme werden von einem straken Anführer regiert, der offen und mit Stolz die Narben zeigt, welche er im Kampf um die Führung, nicht selten gegen seinen eigenen Vater, davongetragen hat. Andere Clans werden von den Stammesältesten geleitet, und wieder andere Gruppen werden von der Schamanin oder auch Clanältesten geführt, die den Stamm außerdem noch in Glaubensfragen berät. Dabei muss allerding gesagt werden, dass in jedem Clan eine weise Frau als Schamanin/ Knochendeuterin oder Orakel lebt und den Leuten in spirituellen Fragen zur Seite steht. Insgesamt wird in den Clans ein primitiverer, aber nicht weniger starker Glaube an das Dur Hont gelebt, wie in den anderen Regionen Harads. Das Leben innerhalb der Gemeinschaft ist auch gleichzeitig das Leben für das Allgemeinwohl aller. Jedes Stammesmitglied hat einen festen Platz innerhalb der Gruppe zugewiesen bekommen, was von Hirten über Ammen und auch Händlern bis natürlich hin zu Kriegern reicht. Wenn ein Mitglied seiner Rolle nicht nachkommt und dem Stamm dadurch Schaden zufügt, kommt es häufiger vor, dass der- oder diejenige ausgestoßen und in der Wüste zurückgelassen wird. Ansonsten ist der Tagesablauf dadurch bestimmt, dass die Herden getränkt werden müssen, geeignete Orte für einen Aufenthalt und die Abreise zu dem nächsten Wasserloch geplant und vorbereitet werden muss. Die Wanderung eines Stammes von Wasserstelle zu Wasserstelle folgt einem ganz regelmäßigen Muster und führt die Gruppe jedes Jahr an einer bestimmten Route entlang, bis man sich wieder an dem Wasserloch befindet, an dem man zu Jahresbeginn gestartet ist.


Konflikte mit den Städten und rivalisierenden Stämmen

Diese Reise durch die Wüste birgt natürlich, neben den Gefahren durch die Natur und dem ständigen Kampf ums Überleben, noch andere Risiken. So kann es z.B. vorkommen, dass eine Oase von zwei Stämmen für sich beansprucht wird. Wenn das der Fall ist, ist meistens eine kriegerische Auseinandersetzung kaum noch abzuwenden. So treffen dann die besten Krieger des jeweiligen Stammes aufeinander, um in ritualisierten Kämpfen das Recht für ihren Stamm zu gewinnen, an dem Wasserloch lagern zu dürfen. In der Regel verlaufen, obwohl durchaus Blut fließt und sich viele Krieger mit den gewonnen Narben schmücken, diese Auseinandersetzungen nicht tödlich. Es kann aber auch durchaus vorkommen, dass bei solchen Begegnungen besonders aggressive Stämme ganze Gemeinden versklaven und in ihren Stamm eingliedern. Dies stellt aber eine Seltenheit dar.

Häufiger kommt es vor, dass Stämme bei ihrer Wanderung von einer Oase zur nächsten das protegierte Gebiet einer Stadt durchqueren und sich einer jener Verteidigungsmilizen gegenüber sehen, deren Aufgabe es ist, unliebsame Eindringlinge zu vertreiben. Diese Begegnungen enden dann in einem Gefecht, was entweder die Auslöschung der Miliz oder die Tötung der Krieger und Versklavung der Frauen und Kinder eines Stammes mit sich bringt. In beiden Fällen wird der Hass auf die andere Partei nur umso größer, je häufiger die Krieger sich gegenüber stehen.


Geschichte

Die Zeit der Dunkelheit Mittelerdes begann. Die eben erwachten Elben wurden nach Valinor gerufen, aber nicht alle folgten. Die Zurückgebliebenen wanderten frei in Mittelerde umher, einige kamen wohl auch nach Harad. Ob sie sich aber jemals dort niederliessen, ist nicht bekannt.Anders die Menschen, die erst Jahrtausende später auf der Bildfläche erschienen. Sie blieben in Mittelerde und gründeten von Hildorien im Osten aus überall zunächst sehr einfache Siedlungen. Aus diesen entstanden in langer Zeit die vielen Völker der Menschen. Harad war ein sehr heißes Land und die dortigen Völker passten sich an die Umgebung an. Haut und Haare wurden dunkler, warme Kleidung und große Wohnhäuser waren nicht nötig. Aber aus den zunächst einfachen Jägern und Sammlern entwickelten sich bald zahlreiche, wenn auch kleine Kulturen, die oftmals in Konkurrenzkampf zueinander standen.Das gesamte Erste Zeitalter aber blieb Harad vom Rest der Welt unbehelligt und unbemerkt und konnte sich in völlig eigenständiger Art entwickeln.

Aber als Beleriand im Meer versank, brach auch der nordwestlichste Teil Harads weg und ging unter. Das Graue Gebirge blieb nur zum Teil erhalten als niedrige Hügelkette, von der neu entstandenen Bucht von Umbar aus sich nach Süden erstreckend.


Auch zu Beginn des Zweiten Zeitalters tat sich zunächst noch nicht viel. Nachdem aber 600 Jahre vergangen waren, begannen die Numenorer eine große Schifffahrtsnation zu werden. Die ersten Schiffe kamen nach Mittelerde zurück, zunächst in den Norden zu Ihren alten Freunden, den Elben von Lindon. Aber bald unternahmen sie weiter ausgedehnte Fahrten zur Erforschung Mittelerdes. Und so kamen sie nach Harad, wo sie zu Beginn nur kurz landeten und noch keine Beziehung zur dortigen Bevölkerung aufbauten.

Im neunten Jahrhundert dann machte Aldarion, der später König von Numenor werden sollte, eine ausgedehnte Forschungsreise auch nach Harad, bis zu dessen Ostseite und noch weiter. Die Reise dauerte 14 Jahre und in deren Verlauf wurden wohl auch erste numenorische Häfen in Harad gegründet und Kontakt mit den Einheimischen hergestellt. Zunächst traten die Numenorer als Lehrer und Wohltäter auf, um die in ihren Augen Wilden zu unterweisen. Daraus erwuchs bald eine intensive Handelsbeziehung, denn Harad hatte viele exotische Güter zu bieten, vor allem aber auch das dringend benötigte Holz.

Die Häfen der Numenorer entwickelten sich zu den wohl ersten Städten Harads und eine Wanderung einiger Völker an die Küsten setzte ein. Der größte Hafen lag im Norden von Harad in der natürlichen Bucht von Umbar .

Viele kleine Stämme blieben aber im Landesinneren auf sich allein gestellt und entwickelten vielfältige Kulturen. Die Häuptlinge wurden zu Königen kleiner Reiche, die auch beträchtliche Reichtümer anhäuften, denn die Berge des Landes waren reich an Bodenschätzen. So ging bald ein legendärer Ruf von dort aus. Während sich Harad sehr langsam entwickelte, wurde im Norden die Geschichte weitergeschrieben.

Das Shakhburz ließ sich in Mordor nieder und in Eregion wurden die Ringe geschmiedet. Eriador wurde verwüstet und das Dur Hont schließlich besiegt. Dieser flüchtete zurück nach Mordor und begann von da aus, seine Einflußgebiete nach Osten und Süden hin auszudehnen. Die nördlichen Völker von Harad standen bald unter seinem Einfluß, der zunächst subtil blieb. Die Numenorer veränderten ihr Auftreten bald. Aus den einstigen Lehrern wurden kalkulierende Händler, die zunehmend gieriger wurden. Vermutlich durch ihren Einfluss begann die Verschmelzung der einzelnen Stämme zu einem großen Volk, dem der Haradrim. Für die Numenorer bedeutete das vereinfachten Handel. Unter den Haradrim aber wurde, angetrieben vom Shakhburz, der Hass auf Numenor geschürt. Schließlich fiel der Schatten auf Numenor. Die Haradrim wurden zusehends ausgebeutet und mussten Tribut entrichten. Einige begannen sich zu wehren und richteten Schäden an den numenorischen Häfen an. Gegen die militärische Übermacht der Numenorer hatten sie aber keine Chance. Als dann das Shalhburz nach Numenor gebracht wurde und den König bald unter Kontrolle hatte, wurden zahlreiche Eingeborene von Harad als Sklaven genommen, als Ruderer für die großen Kriegsschiffe und um von Shakhburz zu Ehren Morgoth geopfert zu werden. Viele unter dem Einfluß des Shalhburz stehende Numenorer wurden nun mächtig in Harad und zu großen Häuptlingen grausamer Stämme, die jene verfolgten, die sich ihnen entgegenstellten. Zwei von ihnen, Herumor und Fuinor, taten sich hier besonders hervor.

Der Hass der Haradrim überdauerte den Untergang Numenors und wurde auf die überlebenden Flüchtlinge übertragen, welche das benachbarte Reich von Gondor gründeten. In Gondor wurde pragmatisch unterschieden zwischen Nah-Harad und Weit-Harad. Nah-Harad war das Land südlich des Harnen bis Umbar und Weit-Harad darüber hinaus. Umbar als nächster Nachbar galt als unmittelbare Gefahr. Viele seiner Truppen bezog es aber aus den südlicheren Landen, die es unter Kontrolle hatte, denn in Umbar waren noch immer die Nachfahren der skrupellosesten Numenorer an der Macht. Die meisten Völker Weit-Harads wurden wohl von Umbar angeführt. Im zehnten Jahrhundert des Dritten Zeitalters entbrannte der Krieg zwischen Gondor und Harad. Nach über 100-jährigen Kämpfen um Umbar gelang es im Jahr 1050 König Ciryaher schließlich, ganz Harad zu unterwerfen. Daraufhin nahm er den Namen Hyarmendacil, Südsieger an. Gondor erreichte den Gipfel seiner Macht und hatte keine ernsthaften Feinde mehr. Die Kinder der Fürsten der Haradrim lebten am Hof von Osgiliath und Harad war Gondor lehenspflichtig. Eine lange Straße, die Harad-Straße, wurde wohl zu dieser Zeit gebaut, von Ithilien bis hinunter in den tiefsten Süden. Die Völker Harads galten als Verbündete, in dem großen Land blieb aber der Einfluss vom Dur Hont und der Hass auf die Besatzer ungebrochen.

400 Jahre lang beherrschte Gondor Harad, bis im Zuge des Bürgerkrieges Umbar an die Corsaren verlorenging. Harad fiel zunächst der Anarchie anheim und Shakhburz kontrollierte bald wieder dessen Reiche. Es lag von nun an in ständigem Konflikt mit Gondor und mit der wachsenden Macht des Shakhburz wurde es immer stärker. Neben Umbar wurden zahlreiche andere Häfen weiter südlich gegründet und auch von dort Überfälle auf die Küsten von Belfalas durchgeführt. Süd-Gondor zwischen Poros und Harnen wurde vom ständigen Krieg verheert und verlassen.

1810 gelang es Gondor für kurze Zeit, Umbar erneut einzunehmen, da die Völker von Harad in Konflikte untereinander verwickelt waren. Bald waren die Haradrim aber wieder gegen Gondor vereint.


Als das Shalhburz neu rüstete, wurde auch Harad, welches eine gewaltige menschliche Quelle darstellte, komplett mobilisiert. Von den Häfen liefen die Flotten aus und zahlreiche Fußheere setzten sich in Marsch. Die gezähmten Mumakil dienten als Kampf- und Reittiere. Nach dem Ende des Ringkrieges war durch Saurons Niedergang dessen Einfluss auf Harad erloschen und mit den Völkern dort wurde Friede geschlossen.



Quellentexte

http://derhobbit-film.de/harad.shtml

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