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Durthang

Beschreibung

Lage

Ein wichtiger Wachposten ist die Festung Durthang. In den Hochzeiten der numénorischen Kultur auf den Gipfeln des Schattengebirges errichtet, erfüllt sie zur Zeit der orkischen Besatzung viele Aufgaben. Drei befestigte Straßen verbinden Durthang mit Ûdun und dem Morannon, dem Wachturm von Cirith Ungol sowie Barad-Dûr selbst.

Die Rolle für Mordor

Zum einen dient Durthang als Aussichtsturm für den Kessel von Ûdun sowie die Ebene von Gorgoroth, als auch für frühe Warnungen vor großen Feindbewegungen aus Gondor und dem Westen.  Dank ihrer günstigen Lage ist die Festung zu einem wichtigen Umschlagplatz für Sklaven aus den Überfällen auf Ithilien und Gondor sowie zum Kontrollzentrum der Warenverteilung von Rohstoffen und Kriegsmaterial aus dem In- und Ausland geworden. Außerdem überwacht die eigene Garnison die zwei Pässe, die über die Gipfel des Schattengebirges aus Ithilien nach Murdur hineinführen. Einer der beiden Pässe ist so eng und gewunden, dass ihn kaum ein lebendes Wesen kennt. Der andere wird von den Truppen Durthangs bewacht.

Umwelt

Steigt man die Hänge der Gebirgskette hinauf wird der Pfad bald zu einem Hohlweg, der zu beiden Seiten von steilen Felshängen gesäumt wird. Zur Rechten erheben sich an der Bruchkante die Außenmauern der Festung, die aus Schießscharten und Mörderlöchern wie aus tausend schwarzen Augen auf den Pass stiert, sodass noch bevor dieser den Weg ins Landesinnere preisgiebt, die Truppen auf der Wache entscheiden, wer passieren darf und wer nicht. Je weiter man geht, desto größer wird die Zahl an Holzkonstruktionen wie Kränen, Winden und Seilzügen, die dazu dienen schwere Beutegüter, zumeist Holz, bereits aus dem Hohlweg in die Festung zu verladen. Gelangt man an das Ende des Hohlweges erreicht man ein Straßenkreuz und steht vor dem Festungstor.

Festungsaufbau und Funktionen

Der einstmals fünfeckige Hauptturm der Festung mit seiner zentralen Kuppelhalle wurde um eine Vielzahl kleinerer Wachtürme, großer Schanzen, unzähligen Holzkonstruktionen und sich wie Spinnenbeine über die Bergkämme erstreckende Außenmauern erweitert. Für die riesigen Warenlager und Truppenunterkünfte wurden sowohl neue Bauten errichtet, als auch gewaltige Gewölbe in die umliegenden Berge geschlagen und befestigt. Von außen ist aus dem einst prunkvollen Gebäude nunmehr ein stetig wachsendes Ungetüm aus Stein, Holz und Eisen geworden, das sich bis in den Kern des Gebirges zu fressen scheint. Will man die Festung betreten passiert man zunächst den durch mehrere Fallgitter gesicherten Tunnel, an dessen Ende das Festungstor aufragt. Mit dem ersten Schritt in die Festung betritt man die Kuppelhalle. Einst wurde diese, trotz ihrer beachtlichen Größe, nur durch raffinierte Steinbogenkonstruktionen aufrecht gehalten. Jetzt sichern zahlreiche Stützen, Pfeiler und Plateaus aus Holz und Stahl die verwitterte Kuppel und bieten zugleich zusätzliche Stockwerke, auf denen Tag und Nacht geschäftiges Treiben herrscht. Wohin man auch sieht marschieren Patroullien, werden Waren verladen und von Kränen und Seilzügen zwischen den Ebenen hin- und herbewegt. Gelangt man durch das Gewirr an Leibern und betritt den hinteren Teil des Turmes, fällt der Blick auf drei massige Steinquader, die nebeneinander angeordnet jeweils einem hochrangigen Uruk als Ablage für Schriften in Form von Warenlisten, Nachrichten und Büchern dient. Diese bilden die zentrale Anlaufstelle Durthangs. Hier tragen Uruks ihre Befehle vor, um entweder die angefragten Rohstoffe, Güter, Sklaven, oder Kriegsleistungen zu erhalten, oder barsch abgewiesen zu werden. In direkter Nähe stehen stehts zwei Gundul bereit, die den Entscheidungen der Herren Durthangs wenn nötig mit Gewalt Nachdruck verleihen. Das geschulte Auge kann von hier aus die Eingänge zu Truppenlagern, Waffen- und Warenkammern und all den anderen Bauten der Festung in den Außenmauern der Kuppelhalle erkennen.

Steigt man einen der beiden Aufgänge zur Spitze des Turms hinauf und stellt sich zur Wache an die Zinnen, blickt man nach Osten in die grauen Dünste, die über die Ebene von Gorgoroth ziehen, nach Norden in den sich immer bewegenden Talkessel von Ûdun und nach Westen auf die Dächer der Wälder Nord-Ithiliens. Je näher der Blick dort zum Schattengebirge wandert, desto deutlicher wird der Raubbau Durthangs, der den Forst Nord-Ithiliens täglich weiter ausdünnt und zurückdrängt. Wie ein Schnitt zieht sich ein Seitenarm des Anduin durch die Landschaft.

Werden Truppen aus Durthang ausgesandt, tragen sie häufig das Schlachtbanner der Festung mit sich, um die Moral an allen Fronten zu stärken und den Uruks den Stolz und die Macht der Heimat in Erinnerung zu rufen. Durthangs Augen blicken weiter, als die Posten, die auf seinen Wehrgängen stehen.

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