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Der Herr der Nazgûl, auch als „Der Erste der Neun“ (Q. "Úlairë Minya") und als der Eine (Ork. "Ash") bekannt, ist der mächtigste der neun Ringgeister und des Shakh`bûrz ranghöchster Offizier. Der Númenórer Er-Mûrazôr (Ad. "Schwarzer Prinz"), auch bekannt als Tindomul,  Ash, Der Schwarze Kapitän, Der Herr der Nazgûl, Hexenkönig von Angmar / Shatraug`Goth Angmar`ob war der begabteste und mächtigste der vielen großen Herren von Númenor . Obwohl nur ein Prinz, überstrahlt seine Macht fast alle der Númenorischen Könige und am Ende lebte er länger als jeder andere der Adan. Er war zur späteren Zeit König von Angmar und Herr eines mächtigen Königreichs, das im Jahr 1300 D.Z. im Nordosten von Eriador entstand. Mûrazôrs Erzählung geht über sechseinhalb Jahrtausende und sie ist eine der verheerenden Tragödien der Geschichte der Sharaz.

Der Schwarze Prinz wurde in 1820 Z.Z. in der Hafenstadt Andúnië in der Provinz Andustar auf der Insel Númenor ( Andor ) geboren. Als der zweite Sohn von König Tar-Ciryatan (Q. "Schiffsbauer") und der jüngere Bruder von (Tar-) Atanamir dem Großen, ging seine Adelslinie bis zum ersten König, Elros Tar-Minyatur, zurück . Seine Mutter gab ihm den Namen Tindomul (Q. "Sohn des Zwielichts"), weil er während einer Sonnenfinsternis geboren wurde und sein Haar schwärzer war als alles, was sie je gesehen hatte. Die Adeligen von Tar-Ciryatans Hof, die die Verwendung von Adûnaisch bevorzugten (und somit ihren Unmut über die Eldar und dem Bann der Valar zum Ausdruck bringen wollten) nannte ihn Mûrazôr.

Wie sein Bruder, der stolze und gierige Thronfolger, unterstützte der schwarze Prinz die Ambitionen seines Vaters und setzte sich für die verstärkte Ausbeutung von Mittelerde ein. Tar-Ciryatan suchte große Reichtümer und schickte seine riesigen Flotten nach Mittelerde aus, um Tribute einzufordern, und seinen beiden Söhnen gefielen die Vorteile seiner rücksichtslosen Macht- und Eroberungspolitik. Beide zeigten die gleiche Vorliebe, wie die ihres Vaters, für materielle Werte und Macht. Was kaum überrascht angesichts der Tatsache, dass sie selber miterlebten wie ihr Vater ihren Großvater vom Númenórerischen Thron zwang.

Im Gegensatz zu Mûrazôr genoss Atanamir die Privilegien und die Aufmerksamkeit als Thronerbe, und Tar-Ciryatan zeigte ihm mehr stolze Vaterliebe. Eifersüchteleien und Intrigen innerhalb der königlichen Familie nahmen schließlich erschreckende Ausmaße an und schürten grenzenlosen Hass im Herzen des schwarzen Prinzen. Aggressiv und feurig, entschloss sich Mûrazôr, den Hof  zu verlassen und sein eigenes Reich in Mittelerde zu gründen. Im Frühjahr 1880 Z.Z. sammelte er eine kleine Flotte und setzte die Segel nach Mittelerde

Der sechzigjährige Prinz landete in Vinyalonde ( Lond daer ) in Eriador , an der Mündung des Gwathlo in Enedhwaith . Dort ging er feierlich von Bord, und innerhalb weniger Wochen, nach einem kurzen Kampf, erreichte er die Vorherrschaft über den strategisch wichtigen Hafen. Allerdings waren seine Pläne gescheitert, ein Reich in dem fruchtbaren Land zu gründen, das von des Shakh`bûrz Horden im Krieg mit den Golugu (1693-1700 Z.Z.) verwüstet wurden, und Mûrazôr und seine Anhänger reisten nach Süden. 1882 Z.Z. ließ Mûrazôr seine Schiffe vor Umbar ankern, wo er sich selbst zum "König" ernannte.

Obwohl er erfolgreich die Kontrolle über die örtlichen Siedler an sich reißen konnte, regierte er nur für ein paar Monate. Tar-Ciryatan befahl seinem widerspenstigen Sohn, nach Númenor zurückzukehren, denn des jungen Númenórischen Abenteurers Vorstellungen von Herrschaft waren eine zu überwältigende Bedrohung für die eigene Herrschaft des Königs. Mûrazôr verweigerte die Befehle seines Vaters, aber blieb auch nicht mehr in Umbar.

Der Shakh`bûrz nahm die Unzufriedenheit des Prinzen wahr und bot ihm eine Möglichkeit an, seine Ziele zu erreichen. Der Dunkle Herr erkannte, dass Mûrazôr und sein älterer Bruder Atanamir auf der Suche nach ewiger Jugend waren und dass sie beide, mehr als jeder andere seiner körperlichen Feinde, Angst vor dem Altern hatten. Atanamir zeigte diese Angst später, als er sich weigerte, das Zepter von Númenor abzulegen bis er sterben sollte. Der Schwarze Prinz hingegen sprach seine Ängste und seine Verzweifelung früh und offen aus, auch gegenüber den verhassten, unsterblichen Golugu, mit denen er auch (durch Elros Halbelb) verwandt war. Wachsam und aufmerksam, wie seit ewig, begann der Shakh`bûrz ihn auf seine Seite und für seine Ziele zu gewinnen und brachte den unzufriedenen Númenorer in sein Dunkles Land.

Während der ersten Woche des Jahres 1883 Z.Z. besuchte Mûrazôr den Lug`bûrz und wurde anschließend Schüler des Shakh`bûrz. 115 Jahre lang war er Lehrling des Dunklen Herrn, erweiterte sein schwarzmagisches Wissen und wurde ein übermächtiger Shatraug. Sein Wissen über die schwarzen Künste wurden nur noch von denen des Herrn von Murdur übertroffen, und er stieg im Machtgefüge schnell auf, um letzendlich des Shakh´bûrz vertrauensvollste rechte Hand zu werden. 1998 Z.Z. gab er sich seinem Meister endgültig und gänzlich hin, und wurde zum Ersten der Nazgûl. Von dieser Zeit an wurde er als Shatraug-Goth bekannt.

Der Herr der Nazgûl

Bis ans Ende des Zweiten Zeitalters verweilte der Shatraug-Goth in Murdur und koordinierte die Aufgaben der acht weiteren Nazgûl. Seine Rolle als Anführer der Neun war ein Beweis für seine außergewöhnlichen, starken und beeindruckenden schwarzmagischen Fähigkeiten. Ironischerweise war der Shatraug-Goth der einzige der Nazgûl, der vor seiner Verwandlung nicht über ein eigenes Königreich herrschte, aber dennoch war er, von seinem Ursprung her, als númenorischer Prinz mit dermaßen vererbten Führungsqualitäten bestückt, die denen seiner acht Untergebenen weit übertrafen. Der Shakh`bûrz gab dem Herrn der Nazgûl seine absolute königliche Anerkennung, denn er war nach dem Dunklen Herrn der mächtigste Diener der Dunkelheit in Murdurs Hierarchie. Niemand anders, noch nicht einmal Luthic oder gar Rukh`Nulûrz, genoss dermaßen das Vertrauen des Shakh`bûrz. Ihre Beziehung als Meister und Diener war verbunden mit dem Ziel, ein uneinnehmbares Königreich aufzubauen und die Weltherrschaft anzustreben. Aber auch das korrupte Númenor  strebte durch seine imperialistische Politik das gleiche Ziel an und ein Krieg zwischen Murdur und den numenorischen Verwandten des Shatraug-Goth blieb unausweichlich. Ar-Pharazon, der letzte und mächtigste König Númenors, führte im Jahr 3261 Z.Z. eine Armada nach Mittelerde in der Hoffnung die großen Streitmächte Murdurs zu zerschmettern und eine einheitliche Herrschaft über die Welt einzurichten. Nachdem Ar-Pharazon in Umbar gelandet war, marschierte er gen Norden, und durchquerte Nah-Harad , wo er von den Armeen des Mautark, dem Achten der Nazgûl, herausgefordert und aufgehalten wurde. Im Jahr 3262 Z.Z. traf er am Fluss Harnen auf das Heer Murdurs. Der weise Herr von Murdur hingegen verzichtete auf eine Schlacht mit den zahlenmäßig überlegenen Númenorern und reiste zu Verhandlungen zu der Insel der Feinde. Der Shatraug-Goth indes übernahm während seines Meisters Abwesenheit die Kontrolle über Murdur, aber wegen der Allgegenwärtigkeit der Sharaz und der anderen Feinde des Dunklen Landes, waren er und die anderen der Neun gezwungen, mit Vorsicht und Bedacht aus dem Schatten heraus zu agieren. Dies hielt ihn davon ab größere Feldzüge zu planen und durchzuführen. Obwohl die anderen der Neun sich in einzelnen abgelegenen Regionen kleinere Auseinandersetzungen mit den Numenorern lieferten, operierte der Shatraug-Goth in Murdur heimlich bis der Shakh`bûrz nach dem Untergang Numenors im Jahre 3319 Z.Z. zurückkehrte. Das Wiedererscheinen des Dunklen Herrn in Murdur in 1320 Z.Z. ließ den Krieg und die Eroberung der Völker Mittelerdes neu entzünden und holte die Nazgûl wieder aus ihren Rückzugsorten. Während der nächsten 109 Jahre wurden die Streitkräfte des Schattenreichs neu aufgestellt. Die Mobilisierung und das Wachstum des Heeres wurden unter Aufsicht des Shatraug-Goth ermöglicht.

Im Jahr 3429 Z.Z. führte der Herr der Nazgûl eine Armee nach Ithilien und griff Gondor , das neu gegründete „Süd-Königreich“ (welches, wie Arnor im Norden, eines der „Exil-Königreiche“ der ehemaligen Numenorer war), an. König Anarion von Gondor, der neben seinem Bruder Isildur herrschte, konnte das Westufer des Anduin soeben verteidigen. Nur die Dunadain aus Arnor konnten durch ihr Einmischen die Eroberung von Gondor verhindern. Fünf Jahre lang stand der Konflikt bis der Shatraug-Goth gezwungen war, sich zum Morannon zurückzuziehen, um sich dort den Streitkräften von Gil-Galad und Elendil zu widmen. Zusammen mit den Hauptstreitkräften des Shakh`bûrz zog der Oberste der Nazgûl auf den Feldern von Dagorlad in die Schlacht des letzten Bündnisses der Sharaz und Golugu.

Am Ende des Krieges in 3441 Z.Z. zogen sich der Shakh`bûrz und seine Nazûl in die Schatten zurück, um erneut ihre Kräfte zu sammeln.

Das Dritte Zeitalter

Während der dunkle Herrscher von Murdur und seine Untergebenen in den Schatten mit Geduld warteten und lauerten, fühlten sich die zwei Königreiche Arnor und Gondor für rund 1000 Jahre sicher. Als Gondor am Höhepunkt seiner Macht war (1050 D.Z.), kehrte die Nazgûl aus den Schatten zurück und begannen wieder ihre Stärke in Mittelerde auszubauen. Der Herr der Neun reiste nach Kar Dush`mor im südlichen Taubûrz, wo der Shakh`bûrz unter dem Namen „Der Nekromant“ immer noch im Schatten verweilte. Er blieb dort für 250 Jahre und plante die Zerstörung von Arnor, dem schwächeren der beiden Dunadan-Königreiche.

Als im Jahre 1300 D.Z. seine Pläne geschmiedet waren, wie er das verhasste Arnor auslöschen konnte, begab sich der Shatraug-Goth nach Norden zu einer kalten, riesigen Hochebene, die sich zwischen den beiden nordwestlichen Ausläufern des Nebelgebirges (Hithaeglir) empor hob. Von dort konnte er die nordöstlichen Grenzen des Landes  überblicken, das er zukünftig zerschmettern würde. Und dort gründete er sein eigenes Königreich Angmar (Q.“Eisenheim“), das Land des Shatraug-Goth.

Er regierte sein Reich von der Bergfestung Carn Dum (S.“Rote Festung“) aus, einer riesigen Kavernenburg, die innerhalb und um den letzten Gipfel des nördlichen Hithaeglir gebaut wurde. Niemals gab er seine wahre Identität preis, und er hob zwei verschiedene Streitmächte aus: eine Armee von über dreißig Uruk-Stämmen unter dem Kommando des Olog-Kriegsherren Rogrog, und seine Angmarrim, eine Armee von rund 10000 Sharaz, die aus den vom Shakh`bûrz untergebenen Völkern aus Eriador, Rhovanion und Rhun stammten. Letztere

wurden in den Festungen entlang der Hänge nördlich der Ettenmoore und der Oiolad

(S. „Kalte Ebene“) untergebracht. Festungen wie Morkai und Berg Gram galten als Bedrohung für die gesamten nördlichen Grenzen von Arnor, aber sie konzentrierten sich hauptsächlich auf die spärlich bevölkerten Gebiete an der nordöstlichen Grenze des relativ verletzlichen Teilkönigreiches Rhudaur. Das im Jahre 861 D.Z. gespaltene Reich Arnor hinterließ drei verbündete Teil-Königreiche der Dunedain: Arthedain im Nordwesten, Cardolan im Süden und Rhudaur im Nordosten. Arthedain und Rhudaur lagen beide an den Grenzen von Angmar, wobei das Letztere das bei weitem schwächste Reich war. In Arthedain lebten sehr viele Dunedain und dort lagen ebenfalls die Hauptstadt und die meisten und wichtigsten Festungen des ehemaligen Arnor. In Rhudaur lebten nur wenige Dunedain und die Bevölkerung war in ländlichen Regionen verteilt. Es war das geeignete Ziel für die kriegshungrigen Horden des Shatraug-Goth. Es wurde in den ersten Jahrhunderten von Angmar eingenommen und der Shatraug-Goth brachte die Bevölkerung unter Kontrolle. Es diente fortan als strategische Pufferzone für die kommenden Schachzüge des Shatraug-Goth.

Die Eroberung von Cardolan war des Shatraug-Goths nächstes Ziel. Auch wenn dieses Reich stärker war als Rhudaur, fehlte es ihm an militärischen Ressourcen sowie an Verteidigungsanlagen. Seine Regierungs- und Hauptstadt Tharbad lag im Tiefland am Fluss Gwathlo und seine Grenze zu Rhudaur bestand aus einem schlecht gesicherten Heckenwall.

Cardolans Lage lud förmlich zu einem Angriff ein, denn Tharbad lag an der strategisch wichtigen Haupthandelsstraße zwischen Arnor und Gondor, und die Einnahme dieser wirtschaftlichen „Hauptarterie“ bedeutete die Isolation von Arthedain. Zudem konnte der Shatraug-Goth somit Arthedain einkesseln. Diese Faktoren führten letztendlich zum nächsten Eroberungsschritt. Das vom Schatten beeinflusste Rhudaur erklärte Cardolan 1349 D.Z. den Krieg und in den nächsten 59 Jahre wüteten die Kämpfe entlang des Mitheithel und in der Nähe von Amon Sul. Mit der Hilfe der Armeen von Arthedain widerstand der Dunedain Prinz von Cardolan dien Angriffen seiner ehemaligen Verbündeten, und der Shatraug-Goth war gezwungen, seine eigene Truppen von Angmar aus in den Süden zu senden.

Die Angmarrim durchquerten die Einsamen Lande und stürmten durch die Verteidigungsanlagen südlich der Wetterspitze und umgingen somit die große arnorische Zitadelle, in der sich einer der drei Palantiri des Nordens befand.

Die Armeen Angmars zerschlugen die Verteidiger in zwei und trieben den Prinzen und sein Hof durch Tyrn Gorthad zurück in den Alten Wald. Der letzte Herrscher starb als Tharbad fiel. Die Hauptarmee von Arthedain überlebte so eben die Schlacht von Amon Sul. Sie gaben die Wetterspitze auf, flohen mit dem Palantir in die umliegenden Hügel und zogen sich letztendlich nach Fornost zurück. Cardolan war erobert und der Shatraug-Goth war wieder siegreich. Die Wetterspitze wurde von den Angmarrim geschleift. Arthedain gab es dennoch weitere 566 Jahre nach dem Zusammenbruch seines letzten Bruderstaates. Im Angesicht der angmarische Übermacht konnten die Dunedain des letzten arnorischen Königreiches Hauptangriffswellen an den nördlichen und östlichen Grenzen abwehren, in dem sie ihr belagertes Volk hauptsächlich an die Grenzen umsiedeln ließen, so dass sie bei Feindesaufmärschen schnell mit einem starken Truppenaufgebot zugegen waren. (Diese Bevölkerungsverlagerung sorgte für die Akashuga-Migration in den Auen von Arthedain von 1600 D.Z. bis 1640 D.Z.) Aber auch die Natur selber sorgte für einen Aufschub der Eroberungspläne des Shatraug-Goth. Die Aufstockung des angmarischen Truppenkontingents wurde durch die „Große Seuche“ (1636 D.Z.) aufgehalten. Bis seine Armeen wieder für einen letzten Schlag gegen Arthedain vollständig aufgebaut wurden, vergingen weiter 300 Jahre. Arthedains Untergang kam im Krieg zwischen 1973 – 1975 D.Z.. Nachdem die bewaffneten Massen aus Angmar ununterbrochen an den Grenzen genagt hatten, befahl der Shatraug-Goth seinen Truppen, den letzten und tödlichen Schlag auszuüben. König Arvedui von Arthedain erkannte, dass die Gefahr aus Angmar nur mit Hilfe von Gondor bezwungen werden konnte.

Er flehte bei Earnil von Gondor um Hilfe, doch bevor Gondors Truppen Arthedain erreichten, hatte der Shatraug-Goth im Jahre 1974 Z.Z. das Land überrannt und der feige Arvedui  versteckte sich in den verlassenen Zwergenminen von Nan-i-Naugrim in den Blauen Bergen von Lindon. Arvedui starb in der Eisbucht im folgenden Jahr als er bei den Lossoth im Norden um Hilfe bat. Die beiden Palantiri, die seine Untergebenen mit sich führten, verschwanden mit ihm. Ihr Verlust symbolisierte ebenso das Ende des Nordkönigreichs sowie die erfolgreiche Erfüllung des Shatraug-Goths vorrangigen Ziels.

Angmar zerfiel allerdings bis auf wenige Stützpunkte, als sich der Herr der Nazgûl auf die nächsten Feinde Murdurs konzentrieren musste. Der Shakh`bûrz befahl den Shatraug-Goth zurück ins Dunkle Reich, um die acht weiteren seiner Art anzuführen, damit die Pläne geschmiedet werden konnten, die gondorianische Stadt Minas Ithil anzugreifen, die als strategisch wichtiger Stützpunkt am Takhbork`Zagh (Cirith Ungol S. „Spinnenpass“) galt. Heimlich sammelten die Nazgûl die Truppen und Armeen Murdurs auf der Ebene von Gorgoroth und ließen sie mit wilder Wut im Jahr 2000 D.Z. auf die Stadt los. Schnell wurde Minas Ithil eingekesselt und nach zweijähriger Belagerung eingenommen. Sie wurde zur neuen Heimat des Shatraug-Goth. Die Sharaz von Gondor trauerten um den Verlust und nannten sie in Minas Morgul („Turm der Schwarzen Magie“) um. Die Stadt wurde unter den Bewohnern Murdurs Dush`Goi genannt. Von da an verhießen die mondbeleuchteten Mauern der Stadt Böses und schienen als Symbol des Shatraug-Goths Terror. Der Palantir, den der Turm des Steins in Dush`Goi beherbergte, diente dem Herrn von Dush`Goi und dem Shakh´bûrz sinnvoll für das kommende Jahrtausend und seine Präsenz, gepaart mit dem strategischen sowie emotionalen Wert der Stadt selbst, veranlasste die Sharaz Gondors immer wieder, die Stadt zurückzugewinnen. Immer tödlich und provozierend spielte der Shatraug-Goth mit den Sehnsüchten und mit der Verzweifelung der Sharaz und forderte viele Male Champions aus Gondor auf, sich mit ihm im Kampfe zu messen. Bei einem dieser Duelle erschlug er im Jahr 2004 D.Z. Prinz Eardur von Lond Ernil (Dol Amroth), den letzten der ersten Prinzenline von Dor-en-Ernil. Bei einem weiteren Duell in 2050 D.Z., richtete er König Earnur von Gondor hin, und endete somit die königliche Linie Gondors. Immer endeten die Herausforderer vor den leuchtenden Toren von Dush`Goi. Earnurs Tod war der Anfang der Truchsessenherrschaft Gondors und das Ende jeglicher Hoffnung der Sharaz des Westens, Minas Morgul und den Pass je wieder einzunehmen.

Über die nächsten 891 Jahre beaufsichtigte der Shatraug-Goth von seiner Residenz in Dush`goi aus den Zugang nach Murdur bis der Shakh`bûrz im Jahre 2941 D.Z. aus Kar Dush`mor zurückkehrte und den Herrn der Nazgûl häufig an seine Seite befahl.


Quelle: Frei übersetzt von Blozbarz aus http://merp.wikia.com/wiki/Lord_of_the_Nazg%C3%BBl

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